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Das Steno-Injektionsgerät 

(Autor: Studio Transit Berlin)

Verleimeung einer gelockerten Zapfenverbindung am Vorderbein eines Stuhls. In diesem Video wird mit einem 0,4 mm Drahtbohrer von der Sichtseite gebohrt. Durch jeweils drei Löcher von beiden Seiten wird ein 35 %iger Hautleim Injiziert. Es ist zum Vorteil genug Leim durch die Verbindung durchlaufen zu lassen, damit sich der Leim möglichst gut verteilt, alten Leim aktiviert und die Verbindung erwärmt. Am Ende werden Injektionslöcher ohne Retusche gezeigt.

Die Injektionsgeschwindigkeit wird durch das Fußpedal gesteuert. Der Leim kann tropfenweise Injiziert werden, bis hin zu einem rasanten Strahl. In dem rechtem Video wird versuchsweise ein 30%iger (G) Hautleim unter einer Plexiglasplatte in eine spitz zulaufenden Fuge injiziert. Dabei ist eine 0,5-mm-Kanüle in dem Injektionskopf montiert. In dem linken Feld wird eine langsame Injektion gezeigt. Dagegen wird in dem rechten Feld eine Injektion mit der vollen Geschwindigkeit dargestellt. Der Leim dringt durch seine zusätzliche kinetische Energie rasch bis zu Ende der Fuge. In der Leimmasse werden allerdings Luftblasen eingeschlossen.

Obwohl die Steno-Injektion gewöhnlicherweise mit stumpfen Kanülen durchgeführt wird, wird  in diesem Video eine Injektion mit einer scharfen Kanüle gezeigt. Mit dieser 0,4-mm-Kanüle wird ein 0,6-0,7 mm starkes Eichenfurnier im Porenbereich durchgestochen. Die stark degradierte Leimverbindung in der Fuge löst sich partiell während der Injektion, sodass sich der Leim flächig verbreiten kann. Wie der Leim unter das Furnier kriecht, kann man bei einem genauen Blick auf das Video anhand der Wölbung des Furniers erkennen. Die haftungsschwachen Positionen werden somit ganz ohne Substanzverlust am Furnier neu verleimt.